Leasing ABC

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Barwert
Basel II
Bauherr
Baurecht
Bestandrecht
Betriebsausgabe
Bilanzoptik

Barwert
Der Barwert ist der gegenwärtige Wert einer in Zukunft fälligen Zahlung. Er ergibt sich durch die Abzinsung mit einem bestimmten Abzinsungsfaktor unter Berücksichtigung der Zinsen und ggf. der Zinseszinsen. Die Abzinsung macht Zahlungsströme mit unterschiedlichen Zahlungsterminen vergleichbar.
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Basel II
Basel II ist eine Bezeichnung für eine neue internationale Eigenkapitalregelungen, die vom Basler Komitee für Bankenaufsicht in enger Konsultation mit internationalen und nationalen Bankenbehörden, mit der Europäischen Union und mit Zentralbanken erarbeitet wurde. Basel II regelt unter anderem die Eigenkapitalunterlegung bei der Kreditvergabe.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Eigenkapitalunterlegung stärker von Risken abhängig zu machen. Maßstab für Risken sind Ratingverfahren, die die Bonität von Unternehmen beurteilen. Für Unternehmen mit guter Bonität benötigt die Bank eine geringere Eigenmitteldeckung als für Unternehmen mit schwacher Bonität. Im Ratingverfahren wird die wirtschaftliche Situation des Unternehmens beurteilt, wobei sowohl Hard Facts als auch Soft Facts gleichermaßen berücksichtigt.

  • Grundlage der Hard Facts ist der Jahresabschluss des zu ratenden Unternehmens. Für das Rating werden die Eigenkapitalquote, der Cashflow, die Schuldentilgungsdauer, die Gesamtkapitalrentabilität und die Zinsendeckung herangezogen. 
  • Zu den Soft Facts zählen die Qualität des Managements, die innerbetriebliche Organisation, die Marktstellung des Unternehmens, Qualität und Lebenszyklus der Produkte, Innovationskraft und andere Faktoren.

Die Ratingeinstufung ist für Unternehmen deshalb von zentraler Bedeutung, weil durch das Ratingverfahren nach Basel II eine höhere Abhängigkeit der Finanzierungskosten von der Bonität eines Unternehmens gegeben ist.

Leasing bietet die Möglichkeit einer hundertprozentigen Fremdfinanzierung. Das Leasingobjekt erscheint nicht in der Bilanz des Leasingnehmers. Es handelt sich somit um eine bilanzneutrale Finanzierung. Dadurch wird die Eigenkapitalquote des Leasingnehmers positiv beeinflusst wird. Die Kreditlinien und Vermögenswerte bleiben unberührt und die Liquidität des Leasingnehmers erhalten.

Leasingfinanzierungen können die Ratingeinstufung und damit die Auswirkung von Basel II durchaus positiv beeinflussen.
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Bauherr
Über dessen Auftrag und auf dessen Rechnung erfolgt die Bauführung.
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Baurecht
Unter einem Baurecht (§1 BauRG) ist ein dingliches, veräußerliches und vererbliches Recht zu verstehen, auf oder unter der Oberfläche eines fremden Grundstückes ein Bauwerk zu errichten. Das Baurecht wird wie eine Liegenschaft behandelt. Im Grundbuch wird eine eigene Grundbuchseinlage (Baurechtseinlage) eröffnet.
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Bestandrecht
Der Leasinggeber mietet vom Grundeigentümer (Leasingnehmer oder Dritter) die vom Leasingnehmer gewünschte Liegenschaft, wobei vereinbart wird, dass auf der Liegenschaft ein Gebäude (Superädifikat) errichtet wird.
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Betriebsausgabe
Betriebsausgaben sind sämtliche Aufwandspositionen, die steuerlich anerkannt werden und damit gewinnmindern sind (z.B. Leasingraten
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Bilanzoptik
Das Leasingobjekt wird von der Leasinggesellschaft aktiviert. Somit scheint in der Bilanz des Leasingnehmers weder das Leasingobjekt noch eine damit zusammenhängende Verbindlichkeit auf. Dies hat positive Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögenslage, insbesondere auf die wesentlichen Bilanzkennzahlen beim Leasingnehmer.
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