Marktkommentar
HYPO Marktkommentar

Wir geben Ihnen im Marktkommentar einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten.

An der Schwelle zum „Neuen Jahr“,

aber auch im weiteren Verlauf des gerade begonnenen Börsenjahres, könnten sich Veranlagungen in den sogenannten Schwellenländern „Emerging Markets“ - dank günstiger Makrobedingungen, attraktiver Bewertungen und des Zugangs zu langfristigen Wachstumstrends - als besonders profitabel erweisen. 

Schon im Jahr 2025 erzielten Schwellenländeraktien nach einer längeren Phase der Under-Performance gegenüber US-Dollar denominierten Anlagen - gemessen am MSCI Emerging Markets Index - eine überdurchschnittliche Rendite von knapp 35 Prozent in US-Dollar gerechnet, bzw. rund der Hälfte davon (sprich 18%) in Euro gerechnet. Die geringere Rendite auf Eurobasis ist dem im Jahresverlauf 2025 deutlich schwächer tendierenden US-Dollar im Vergleich zum Euro geschuldet.

Und da wären wir auch schon beim Thema. Denn mit Blick auf die Zukunft erscheint - neben vielen anderen wichtigen Einflussfaktoren - die weitere Entwicklung des amerikanischen Greenback einer der wesentlichen Katalysatoren für eine sich weiter manifestierende Outperformance von Schwellenländeraktien zu sein. Historisch gesehen haben Anteilsscheine der Emerging Markets gerade in Phasen eines schwächeren US-Dollar gut abgeschnitten und den S&P-500 (US-amerikanischer Aktienindex) oftmals übertroffen.

Es ist die divergierende Zinspolitik, die den US-Dollar voraussichtlich weiter schwächen wird. Die meisten Zentralbanken (EZB, chinesische Zentralbank PBOC, Schweizer SNB) haben ihre Geldpolitik bereits in den Jahren 2023 und 2024 mit beträchtlichen Zinssenkungen gelockert. Gerade in Europa scheinen einige europäische Zentralbanken - so auch die EZB - bereits am Ende ihrer Lockerungszyklen angekommen zu sein. Nachholbedarf diesbezüglich hat die US-Notenbank Fed, da sie den Großteil des Jahres 2025 ihre Zinsen konstant gehalten hat. Erst Mitte September haben die Währungshüter:innen jenseits des Atlantiks begonnen die Leitzinsen dreimal um jeweils 25 Basispunkte von 4,50 Prozent (oberes Zielband) auf mittlerweile 3,75 Prozent (Stand Ende 2025) zu senken. Das gedämpfte Beschäftigungswachstum dürfte weiterhin als wesentliche Begründung für kommende Zinssenkungen dienen. Und sollte der amerikanische Arbeitsmarkt tatsächlich zur Schwäche neigen, erwarten die Analysten:innen noch weitere Zinssenkungsschritte im Jahr 2026. Im Gegensatz dazu ist die japanische Notenbank die einzige große Zentralbank von der Experten:innen erwarten, dass sie die Zinsen auch im nächsten Jahr weiter anheben wird. Zuletzt haben die japanischen Notenbanker:innen den Leitzins Mitte Dezember 2025 um 25 Basispunkte auf mittlerweile 0,75 Prozent angehoben.

Die erwarteten Zinssenkungen in den USA schaffen somit Spielraum für die Zentralbanken in den Schwellenländern, es den Amerikanern mitunter gleich zu tun, was die dortige Binnennachfrage stärken und die hiesigen Aktienmärkte stützen sollte. Diese geldpolitische Flexibilität, kombiniert mit sich verbessernden makroökonomischen Fundamentaldaten, positioniert die Emerging Markets für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Viele Volkswirtschaften in den Schwellenländern werden die Industrieländer beim BIP-Wachstum voraussichtlich übertreffen, angetrieben von günstigen demografischen Entwicklungen, steigendem Konsum und Investitionen. Daher könnte sich im Jahr 2026 ein Blick über den industrieländerspezifischen Tellerrand durchaus lohnen, sofern sich vor allem die Schwäche des US-Dollar auch tatsächlich fortsetzen sollte.

Autor:                                                                                       

Mag. Andreas Brunbauer, CEFA, CFTe, CPM
Kapitalmarktstratege

Stand: 1. Jänner 2026

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