Female Finance: Die wichtigsten Finanz-Tipps für Frauen
Unbezahlte Care-Arbeit, eine höhere Teilzeitquote und Erwerbsunterbrechungen etwa in der Karenz: Die Lebensrealität vieler Frauen beeinflusst auch ihre Finanzen. Doch mit gezielten und vor allem rechtzeitigen Maßnahmen lässt sich gegensteuern.
| HYPO Perspektiven #1/2026 Thema: Female Finance |
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Finanziell unabhängig zu sein, frei über das eigene Einkommen zu verfügen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen: Was einfach klingt, kann insbesondere für Frauen nach wie vor eine große Herausforderung sein. Trotz Fortschritten bei der Gleichstellung der Geschlechter klafft die Schere bei Einkommens- und Pensionshöhen in Österreich nach wie vor auseinander: Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern liegt laut der letzten Eurostat-Erhebung 2023 bei rund 18 Prozent – eine Lücke, die sich durch Karenzzeiten und die höhere Teilzeitquote von Frauen oft bis in die Pension hinein fortsetzt.
Sandra Böck leitet die Filiale der HYPO OOE in Linz-Bindermichl und initiierte eine Projektgruppe, die sich mit den finanziellen Bedürfnissen von Frauen auseinandersetzt. Sie kennt die frauenspezifischen Herausforderungen aus der täglichen Beratungspraxis. Ihr wichtigster Finanz-Tipp: Frühzeitig mit der finanziellen Vorsorge zu beginnen, idealerweise mit dem Einstieg ins Berufsleben. Ebenso wichtig ist dabei ein strategisches Vorgehen: „Ich rate zu einem Drei-Punkte-Plan: Zuerst braucht es einen Haushaltsplan, um einen guten Überblick über die eigenen Ausgaben zu bekommen – die automatische Ausgabenkategorisierung in der HYPO Mein ELBA-App ist dafür sehr hilfreich. Im zweiten Schritt geht es darum, einen „Notgroschen“ aufzubauen, also ein finanzielles Polster von rund drei Monatsgehältern, um für ungeplante Ausgaben gewappnet zu sein. Und im dritten Schritt erfolgt die konkrete Auswahl geeigneter Vorsorgeformen.“
Vorsorge: Früh beginnen & regelmäßig investieren
Hier lauert ein weiterer Stolperstein: Viele sind in jungen Jahren der Meinung, dass ihnen das nötige Startkapital fehlt, um mit der Vorsorge zu beginnen und verschieben den Vorsorgebeginn auf später. Ein Irrtum, der oft wertvolle Jahre kostet. Denn bereits kleine monatliche Beträge können einen großen Effekt haben, sofern man früh genug startet: „Wer beispielsweise 50 Euro pro Monat in einen Fondsparplan investiert, kann dank des Zinseszinseffekts langfristig beträchtliche Renditen erzielen. Gleichzeitig erreicht man dank der breit gestreuten Fonds, die in ganze Branchen oder Weltregionen investieren, ohne großen Mehraufwand eine gute Diversifizierung“, erklärt Sandra Böck. Wichtig ist dabei, diese kleineren Beträge auch wirklich regelmäßig zu investieren – das lässt sich etwa mit einem Dauerauftrag automatisieren, was gleichzeitig die Planbarkeit der eigenen Finanzen verbessert. Ebenfalls wichtig ist eine solide Finanzbildung: Wer sich in seriösen Quellen informiert – ob in Fachzeitungen, Finanzpodcasts oder auch bei Kundenveranstaltungen der HYPO OOE –, kann bewusstere Entscheidungen treffen und Investitionschancen besser nutzen.
Eigenes Gehaltskonto sichert Unabhängigkeit
Während das Thema Vorsorge die eigene Zukunft betrifft, hat ein anderer finanzieller Aspekt direkte Auswirkungen auf das Hier und Jetzt: Die Organisation der Finanzen in einer Partnerschaft. Hier zeigt sich in den letzten Jahren ein Trend zurück zu einem einzigen gemeinsamen Konto, auf das beide Gehälter fließen. Aus bankfachlicher Sicht empfiehlt Sandra Böck stattdessen ein „Drei-Konten-Modell“ und eine klare Trennung, um die finanzielle Eigenständigkeit beider Partner zu wahren: „Eine Kombination aus zwei unabhängigen Gehaltskonten und einem gemeinsamen Haushaltskonto – ein solches stellt die HYPO OOE kostenlos zur Verfügung – ermöglicht es, gemeinsame Fixkosten fair zu teilen und dennoch die volle Kontrolle über das restliche eigene Einkommen zu behalten.“ Denn die finanzielle Unabhängigkeit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Und auf dem Weg dorthin ist die HYPO OOE der richtige Begleiter: „Unsere Beraterinnen und Berater nehmen sich gerne die Zeit, um Ihre Finanzsituation zu analysieren und gemeinsam an den richtigen Schritten für die Zukunft zu arbeiten – vom Haushaltsplan bis zur Vorsorgeplanung“, sagt Sandra Böck.