Nachhaltigkeits-Kolumne
| HYPO Perspektiven #1/2026 Thema: Female Finance |
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KI und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?
Viele werden diese Frage eher verneinen. Und ja, der massive weltweite Boom und der niederschwellige Zugang zu KI-Anwendungen hat eine deutliche umweltbelastende Kehrseite: Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass KI bis 2030 bereits für drei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich sein wird. Und auch der Wasserverbrauch zur Kühlung großer KI-Rechenzentren ist enorm: Schon 20 Nutzer-Eingaben reichen aus, um einen halben Liter Wasser zu verbrauchen, ermittelte die University of California in einer Studie.
Und dennoch: KI kann – sinnvoll eingesetzt – ein entscheidender Faktor bei der nachhaltigen Transformation sein. Wie das gelingt, zeigt ein aktuelles Best-Practice-Beispiel des Klimaschutzministeriums: Die Potenzialflächenkarte. Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich ein Projekt, dass dank KI-gestützter Datenanalyse erstmals einen bundesweiten Überblick über ungenutzte, bereits gewidmete Industrie- und Gewerbeflächen in Österreich ermöglicht. Anhand von Satellitenbildern und Geodaten analysierte die KI rund 65.000 Grundstücke und ermittelte auf einen Schlag 3.800 brachliegende Standorte, die ohne zusätzliche Bodenversiegelung wieder nutzbar gemacht werden können. Die Potenzialflächenkarte ist online frei zugänglich und sorgt so dank KI für Transparenz und hilft, Bodenversiegelung zu minimieren und vorhandene Brachflächen optimal zu nutzen. KI und Nachhaltigkeit? Das geht zusammen.